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Aktuell


«Vorhang zu, Ohren auf!»

Ausgehend von der Frage, wie Theater unter den aktuellen Umständen möglich ist, produzieren wir bei uns am Theater St.Gallen mit unseren Schauspieler*innen eine Reihe von Hörspielen und Hörstücken unter dem Titel «Vorhang zu, Ohren auf!».

So laden wir das Publikum ein, sich seine eigenen Bilder zu machen und das Theater im Kopf entstehen zu lassen.
Hier kann man hören.

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Meine nächsten Premieren wären gewesen

«Warten auf Godot» von Samuel Beckett
Premiere | Volkstheater Wien, Volx/Margareten
ab 24.April 2020
Die Produktion ist leider nach nur einer Woche Proben-Zeit dem Corona-Virus zum Opfer gefallen.

«Letschti Rundi» von Julie Paucker
Premiere/Uraufführung | Theater St.Gallen, Grosses Haus
ab 27.Mai 2020
Diese Produktion ist leider ebenfalls dem Corona-Virus zum Opfer gefallen und musste ersatzlos gestrichen werden.

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«Der Prozess»
Schauspiel von Anita Augustin
nach dem Roman von Franz Kafka

Theater St.Gallen | Grosses Haus | Uraufführung
Koproduktion mit der Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch” Berlin, Abteilung Zeitgenössische Puppenspielkunst

Am 10. Januar 2020 standen 10 Schauspieler*innen aus unserem Ensemble, 2 Musiker und 10 Puppenspiel-Student*innen bei uns im Grossen Haus auf der Bühne und spielten die Uraufführung der Überschreibung von Anita Augustin von Kafkas “Prozess”. Das Publikum war begeistert und die Presse meinte, unsere Bühne sei selten so fantastisch und grotesk bevölkert gewesen. Die Produktion ist leider bereits abgespielt. Das Corona-Virus hat die Spielzeit des Theaters St.Gallen Mitte März 2020 abrupt beendet. 


© Fotos T+T Fotografie / Tanja Dorendorf


Presse

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Column: 1

St.Galler Tagblatt

Zerteilte Körper auf reinweissen Sockeln: Kafkas «Prozess» beeindruckt im Theater St.Gallen mit albtraumhafter Ästhetik […] Schauspieldirektor Jonas Knecht hat St.Gallen einen mutigen Theaterabend beschert. Er bringt “Der Prozess” (nach Kafka) auf die Bühne im Grossen Haus. Der Clou: Die Puppen, mit denen die Schauspieler interagieren, als wären sie lebendig.

Column: 2

Saiten – Ostschweizer Kulturmagazin

Das virtuose Handwerk der Figurenspieler bietet höchste Schaulust. Die Inszenierung von Schauspieldirektor Jonas Knecht und seinem Berliner Co-Regisseur Markus Joss fährt eine verschwenderische Fülle von Bildern, Figurenkonstellationen und Anspielungen auf, denen man als Zuschauer fasziniert folgt und sich ab und zu auch ähnlich klaustrophobisch ausgeliefert fühlt wie Protagonist Ka seinem Prozess.

Column: 3

Südkurier

Das Theater St.Gallen bringt Franz Kafkas Roman “Der Prozess” in der Bearbeitung von Anita Augustin auf die Bühne. Regisseur Jonas Knecht macht ihn zu einem Fest der skurrilen Bilder.

 


Trailer

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«Der letzte Schnee»
Theaterstück nach dem Roman von Arno Camenisch

Konzert Theater Bern | Vidmarhalle 1 | Uraufführung

Die Produktion ist zum Schweizer Theatertreffen 2020 eingeladen!
Doch leider ist dieses wegen der Corona-Virus-Pandemie abgesagt.

Am 8. November 2019 ging die Uraufführung vom letzten Schnee über die Bühne der Vidmarhalle 1 in Bern. Das Publikum und die Presse waren ziemlich angetan von unserer Inszenierung. Hier geht’s zu den Spieldaten bei Konzert Theater Bern.

© Fotos Annette Boutellier

Begründung der Jury zur Einladung zum Schweizer Theatertreffen 2020

[…] Am Konzert Theater Bern scheint Jonas Knecht, der St.Galler Schauspielchef, die beiden Gestalten zunächst direkt aus einem Alpental ausgeschnitten und ins Theater importiert zu haben, inklusive dem Tannli neben und dem diversen Gerümpel hinter dem Skilifthäuschen. Der Sound des Romans bekommt auf der weit offenen Bühne viel Raum.
Soweit so texttreu. Doch Romane auf der Bühne brauchen etwas mehr, das Medium Theater muss seine Stärken einbringen. Der scheinbare Naturalismus wird hier fein unterlaufen und überhöht: Einerseits durch Anna Trauffers Live-Musik zwischen Glasharfenklängen und Mahler-Adaption, die einen doppelten Boden schafft. Andererseits durch den Kunstgriff der Regie, den beiden Berglern zwei unsichtbare, aber effiziente Spezialisten der Vergänglichkeit gegenüberzustellen. Geisterhaft, aber überhaupt nicht unheimlich, räumen sie auf, was nicht mehr gebraucht wird. Was kann alles weg? Das Resultat am Schluss dieses 95-minütigen Requiems ist in seiner Lakonik eher erschreckend als überraschend. (Tobias Gerosa)

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Presse

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Column: 1

Anne-Sophie Scholl in “Der Bund” vom 10.11.2019:
«Der letzte Schnee ist der bisher stärkste und erfolgreichste Roman von Arno Camenisch. Die Inszenierung bleibt nah am Text und schafft es, die Variationen über das Verschwinden in starke Bilder auf die Bühne zu übersetzen: ein kleines, kauziges Welttheater, in dem sich Trost und Verlorenheit aufheben. «Der Tod kuriert uns vom Leben», sagt der Georg. Am Ende ist der Schlepplift abgestellt. Und doch ziehen im Hintergrund der Bühne die Bügel eines Schlepplifts ihren Kreis.»

Andreas Kläui im SRF Kultur kompakt vom Montag, den 10.11.2019:
«Am Ende liegt das Skihüttlein in seine Einzelteile zerlegt, sorgfältig angeordnet auf der Bühne, wie ein Sinnbild für einen Schweizer Wintersport, der vielleicht schon bald der Vergangenheit angehört, wenn der Schnee ausbleibt. […] Es ist eine charmante Bühnenfassung, liebevoll und sehr nah am Text, die Jonas Knecht mit den Berner Schauspielern erarbeitet hat.»

Column: 2

Corinna Hirne im “Bündner Tagblatt” vom 10.11.2019:
«Regisseur Jonas Knecht gelingt eine skurrile, witzige und karikaturhafte Uraufführung von “Der letzte Schnee” des Bündner Autors Arno Camenisch am Konzert Theater Bern mit klimapolitischem Impetus. […] Die Inszenierung ist eine Metapher für unser Nichtstun. Wie im Schlepplift bleiben wir passiv auf unserer Bahn. Die Klimaveränderung ist eine Tatsache, die wir ignorieren. Währenddessen geht unsere Welt kaputt wie die Hütte im Stück.
Unübersehbar liegt hier ein neuer Becket vor. Auch Camenisch lässt Paul und Georg wie Estragon und Wladimir im Kreis drehen. Insofern passen die langfädigen Momente der Regie gut, um die Zuschauenden auf sich selbst zurückzuwerfen. Die Nervosität, die sich dabei einstellt, das ist die Botschaft des Abends.»

Column: 3

Daniele Muscionico in der NZZ vom 22.12.2019:
«Der stille, poetische und hochmusikalische Abend basiert auf dem gleichnamigen Roman von Arno Camenisch und wird stets vor ausverkauften Reihen gespielt. […] Die erste Fassung, noch vom Autor selber, wurde als ungenügend bewertet – Jonas Knecht als Regisseur, Dramaturg Michael Gmaj und das Ensemble entwickelten eine verdichtete und dabei dichterische Version. Sie ist in ihrer musikalischen Kraft (Anna Trauffer sorgt für Naturtöne) und in ihrer dramatischen Energie dem Original nicht nur ebenbürtig, sie ist ihr in etlichen Passagen sogar überlegen.
Denn hier wird aus Text Spiel, aus Sprache Musik und aus Musik Sprache. Die Produktion kennt die Mittel des Theaters und setzt sie effektsicher ein. Der Mehrwert ist enorm. Die Camenisch-Sätze und Camenisch-Themen – der Verlust von Tradition und von Herkunft – gewinnen an Tiefe und Kraft. Am Ende werden zwei neu eingeführte Götterboten («Spezialisten der Vergänglichkeit») das Bühnenbild von Markus Karner auf kalte, aber entschiedene Weise in seine Teile zerlegen. Doch was tun die nun unbehausten Menschlein sodann? Die Antwort führt ins Theater. In einen Abend, der Camenisch entdeckt, wie dieser sich selber so wahr wohl nicht kennt.»

Trailer

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«Endstation Sehnsucht»
Drama von Tennessee Williams

Theater St.Gallen | Grosses Haus

Am 7.Juni 2019 hatten wir Premiere im Grossen Haus des Theaters St.Gallen. Ein langanhaltender Applaus hat unsere riesige Arbeit belohnt. In der Spielzeit 2019/2020 ist das Stück ab Mitte November 2019 bis Anfang Februar 2020 wieder im Programm. Die Vorstellungsdaten und weitere Infos gibt’s auf der Seite von Theater St.Gallen.

© Fotos drama-berlin.de / Iko Freese

Presse

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Column: 1

Das Ostschweizer Kulturmagazin Saiten (Daniel Fuchs) meint: […] Nahaufnahmen, Seitenaufnahmen, Innenszenen – der Blick des Zuschauers wird multiperspektivisch aufgebrochen. Und doch bleibt am Ende das Ganze kompakt und absolut stimmig, schwebend zwischen Film und Theater.
Live gespielt und leitmotivisch gesetzt, unterlegt Andi Peter das Drama mit feinen Tönen: kleine Riffs, bluesige Motive, immer in der richtigen Dosierung. Was die Musik leistet, steht sinnbildlich für die gesamte Inszenierung von Jonas Knecht: Aus wenig wird viel! Und am Ende des Dramas den «Jungen Mann» im Kittel des Psychiaters auftreten zu lassen, ist ein genialer Einfall.
Gute zwei Stunden Verzauberung sind in dieser Endstation Sehnsucht garantiert.

Column: 2

Rolf App meint in der Ostschweiz am Sonntag: […] Clemens Walters Videokonzept und Jonas Knechts Insze­nierung verbinden sich auf eindrucksvolle Weise zu einem Ganzen. Sie finden auf Michael Köpkes Bühne ein ideales Tummelfeld. Der enge Wohnwagen und ein paar Plastikstühle draussen genügen, um das menschliche Drama in Szene zu setzen. Andi Peter unterlegt mit Bassgitarre, Klavier und Stimme einen Klangteppich, der viel beiträgt zur eindringlichen Wirkung des Abends. […]

Und im St.Galler Tagblatt steht: […] Mit «Endstation Sehnsucht» von Tennessee Williams gelingt Jonas Knecht am Theater St. Gallen ein eindringlicher Wurf. Nicht zuletzt dank Anja Tobler in der Rolle der Blanche DuBois, deren Spiel frösteln lässt. […] Während Blanche auf die Narben in ihrem Innern Schutzschicht um Schutzschicht an erfundenen Geschichten legt wie Schminke auf ihr alterndes Gesicht, demontiert er sie Stück um Stück. Die Leere in ihrem Herzen, sie ist unerträglich. Nicht nur für Blanche selber. Auch für uns. Das aber ist Anja Toblers Verdienst. Ihr von den Kameras unbarmherzig herangezoomtes Gesicht spricht Bände. Da steht eine Schauspielerin auf der Bühne, die restlos verschmilzt mit ihrer Figur. Die mit ihr unter Stanleys verbalen Hammerschlägen ihre Würde verliert und zugrunde geht an der Wahrheit. Einmal, gegen Ende hin, verkriecht Blanche sich unter einen Tisch, verfolgt von den Kameras. Es ist eine Schlüsselszene dieser eindrucksvollen Inszenierung.

Column: 3

Für nachtkritik war Valeria Heintges bei uns: […] Die Liveübertragung gibt den Schauspielern, allen voraus Anja Tobler als Blanche, die Gelegenheit, genauer und feiner zu spielen. Beeindruckend, wie Tobler ihre Blanche zwischen Hoffnung und Verzweiflung oszillieren lässt, wie sie sich am eigenen Verführungsspiel berauscht, das sie ausnahmslos allen Männern angedeihen lässt, die ihr begegnen. Am flirrendsten und erotischsten in der Begegnung mit dem Zeitungskurier (Tobias Graupner), der sie an ihren Ehemann erinnert, der sich erschoss, als sie seine Homosexualität entdeckte, und dessen Tod Blanche nie überwunden hat. Wie Tobler hier die Contenance der Lady wahrt und doch den Kurier immer wieder zurückruft, um ihn erneut zu becircen, das hat große Klasse. […]

Der Südkurier meldet: […] Bewegend: „Endstation Sehnsucht“ in St. Gallen: Bei Tennesee Williams‘ Klassiker denkt man vor allem an die Verfilmung mit Marlon Brando. Doch die St. Galler Inszenierung verhilft der deutlich vielgestaltigeren Figur der Blanche wieder ins Rampenlicht. […]

Trailer

 


«In der Ostschweiz wohnt die Theater-Avantgarde»
NZZ-Artikel

Daniele Muscionico bespricht in der NZZ vom 15.04.2019 unsere beiden vergangenen Premieren “sterben helfen” und “Der Kirschgarten” und zieht eine schöne Bilanz von unserem Schaffen am Theater St.Gallen.

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Column: 1

[…] Schon wieder glückt dem Theater St. Gallen ein Meisterstreich. Unter der Schauspieldirektion von Jonas Knecht hat man sich die Rechte der Schweizer Erstaufführung für eines der brisanten deutschsprachigen Gegenwartsstücke gesichert: Regisseur Manuel Bürgin inszeniert «Sterben helfen» des jungen Dramaturgen am Schauspiel Frankfurt, Konstantin Küspert. […]

[…] Mit «Sterben helfen» festigt das Schauspiel in St. Gallen seinen Ruf als Ur- und Erstaufführungstheater zeitgenössischer Stoffe von erheblichem Brennwert und gesellschaftspolitischer Brisanz. «Der Mann, der die Welt ass» verhandelte das Phänomen des Burnout; das Psychiatrie-Stück «Versetzung» wiederum, inszeniert von Jonas Knecht selbst und gleichfalls eine Schweizer Erstaufführung, hielt den Scheinwerfer auf die Krankheit bipolare Störung.
St. Gallen gelingt die Öffnung für andere Publikumsschichten und mit niederschwelligem Angebot die gesellschaftliche Debatte. Publikum und Fachleute treffen sich regelmässig zu Nachgesprächen, und immer wieder zeigt der Faktencheck: Die Gnadenlosigkeit und die Genauigkeit, mit der die Autoren ihre Anliegen auf der Bühne beschreiben, findet über Theaterkreise hinaus Anerkennung. […]

Column: 2

[…] In St. Gallen werden Wagnisse unternommen. Man setzt auf neue Stücke und zeitgenössische Handschriften, und das ist in mehrfacher Hinsicht Pflicht. Die Ausstrahlung des Hauses nämlich wird dominiert von den Musicals, mit welchen man erfolgreich auf die Publikumsbedürfnisse nach Unterhaltung reagiert. Als Musical-Haus hat man einen Ruf über die Landesgrenzen. Doch die Nischen zu bespielen und sowohl Inhalt und Tiefe als auch politische Relevanz anzustreben, steht einem Mehrspartenhaus gut an. Wenn es denn nicht sogar sein Bildungsauftrag wäre. Diese Funktion erfüllt das Schauspiel unter Jonas Knecht. […]

Hier geht’s zum ganzen Artikel.

 


«Dornrösli bockt»
Kinderstück von Anja Horst nach den Brüdern Grimm [5+]

Theater St.Gallen | Studiobühne | Schweizer Erstaufführung

Die Premiere unserer Kinderproduktion war am 23.Januar 2019 in der Studiobühne des Theater St. Gallen. Spieltermine, weitere Infos und Karten gibt’s auf der Seite des Theaters St.Gallen; also hier. Die Produktion wird auch in der kommenden Spielzeit (2019/2020) wieder zu sehen sein.

Presse

Bettina Kugler meint im St.Galler Tagblatt vom 24.1.2019:
[…] Überhaupt ist es so schlau wie gewitzt und temporeich, dazu eine Hommage an das Theater und seine kleinen Tricks, wenn es mit wenig Aufwand Wirkung erzielen und das Publikum fesseln will.
Erfreulich auch, dass die vergleichsweise kleine, wenig prestigeträchtige Studioproduktion für einmal Chefsache ist: Schauspieldirektor Jonas Knecht hat die Regie übernommen und dabei sicher kein einziges Mal gegähnt. Wie sagt der kusshungrige Frosch so schön, als er sich kurz vor Schluss noch einmal ins falsche Märchen verirrt? «Den Versuch war’s wert!» Zweifellos, und mehr als das. […]

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«Versetzung»
von Thomas Melle

Theater St.Gallen | Lokremise | Schweizer Erstaufführung

Am 13.September 2018 feierte die Schweizer Erstaufführung dieses Stücks Premiere am Theater St.Gallen in der Lokremise. Nach vielen vollen Vorstellungen pausiert das Stück; ist jedoch ab dem 23. Januar 2020 wieder im Spielplan des Theaters St.Gallen zu finden. Und spielt davor am 14. und 17. Januar 2020 am Theater Winterthur. 

Presse

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Column: 1

Harald Müller meint im Theater der Zeit – Heft 11/2018:
(den ganzen Artikel gibt’s hier als PDF)

[…] Der Vorzug dieser Arbeit, auch gegenüber der Uraufführungsinszenierung vor Monaten am Deutschen Theater Berlin, ist, dass sich Jonas Knecht und seine Dramaturgin Julie Paucker entschlossen haben, die Vorlage wegzurücken von emotionaler Geiselnahme und Stimmungsachterbahnen; stattdessen setzen sie einen analytischeren Ansatz durch, drängen episierende Elemente zurück, kappen überlange Monologe, um zu einem kompakten Textgefüge zu gelangen. So gibt es denn auch weniger Theater-Theater zu sehen, die naheliegenden Auf- und Ausbrüche der Hauptfigur, die zwischen Manie und Depression, Überanpassung und Individualitätstrotz pendelt, werden zurückgenommen und in ein durchaus beeindruckend zu nennendes Ensemblespiel überführt, das ein eindrückliches Beziehungs- und Bedingungsgeflecht entwirft und auch schauspielerisch überzeugt. Nicht die Krankheit des Einzelnen wird so zur Metapher des Abends, sondern die der Umwelt, der Gesellschaft. […] Langanhaltender Beifall für einen ziemlich starken Theaterabend, der der Falle des Didaktischen entkommt.

Column: 2

Daniele Muscionico in der NZZ vom 23.11.2018 schreibt:
[…] Jonas Knechts Inszenierung ist fokussierter als die Vorlage, sie erreicht unsere Lebensrealität und spielt mit der Erfahrung der Zuschauer; und dennoch ist sie voller Bilder von kunstvoll poetischer Kraft und hochmusikalisch, auch in ihrer Sprachbehandlung. […]

Das Ostschweizer Kulturmagazin Saiten (Frédéric Zwicker) beschreibt so: 
[…] Das Geniale daran ist, wie es Melle und Schauspieldirektor Jonas Knecht, der für die Inszenierung verantwortlich ist, gelingt, begreifbar zu machen, dass der Kranke sich in seiner Manie als den Gesunden sieht. Ihm scheinen alle anderen den Verstand zu verlieren. Die Kombination von sprachlichen und schauspielerischen Mitteln, die zu diesem Zweck eingesetzt werden, ist äusserst gelungen. […]

Column: 3

Das St.Galler Tagblatt (Hansruedi Kugler) meint zu unserer Inszenierung:
[…] Die anderen werden, im Moment, wie sie ihn fallen lassen, zu mechanischen Puppen ihres Wankelmuts, ihrer Boshaftigkeit, ihrem Karrierestreben. In diesen Szenen scheint das choreografische Talent von Regisseur Jonas Knecht besonders auf. […]
Denn hier wird kein rührseliges Sozialdrama geboten, sondern eine phasenweise etwas gar nach Psychiatrielehrbuch riechende, aber packende Studie eines Verfalls. Man weiss danach etliches mehr über Manisch-Depressive und hat einen fabelhaften Fabian Müller gesehen. Die Verantwortung im Umgang mit psychisch Kranken tritt in Jonas Knechts Inszenierung ins Zentrum – mit einem tollen Ensemble. […]

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